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Fachzentren für Herzerkrankungen

Die Behandlung vorgeburtlicher Herzerkrankungen lässt sich in drei Kategorien einteilen:

  • Die minimal-invasive Behandlung von hochgradigen Verengungen von Herzklappen und die des verschlossenen Foramen ovales sowie anderer struktureller Fehlbildungen des fetalen Herzens
  • Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen, insbesondere eines viel zu schnellen Herzschlages (Tachykardien, Vorhofflattern) oder eines viel zu langsamen Herzschlages (AV-Block-Grad III)
  • Die Behandlung unterentwickelter Herz & große-Gefäße-Strukturen durch Gabe von Sauerstoff an die Schwangere (chronisch intermittierende materno-fetale Hyperoxygenierung = Kohl Verfahren)


Sie müssen wissen, dass alle vorgeburtlichen minimal-invasiven Behandlungen von fetalen Herzfehlbildungen potentiell die nachgeburtliche Lebensqualität verbessernde oder das Überleben ermöglichende experimentelle Behandlungsverfahren sind, die ingesamt nur sehr selten angewendet werden. 

Wen ein Verfahren als experimentell eingestuft wird, bedeutet dies nicht, dass es besonders gefährlich ist, sondern dass es bislang wegen nur seltener Anwendung noch keine sicheren Aussagen über Effektivität, Nutzen und Risiken gemacht werden können.


In Deutschland bieten das DZFT in Gießen und die Universitätsfrauenklinik in Bonn die Erweiterung von hochgradigen Verengungen von Herzklappen oder die Eröffnung des verschlossenen Foramen ovales an. Auch in der Universitätsfrauenklinik in Graz werden diese Erkrankungen behandelt. 

Das DZFT ist zusätzlich auch auf die Behandlung von anderen seltenen Herzfehlbildungen spezialisiert (Ebstein-Erkrankung, Absent-Pulmonary-Valve-Syndrom).

Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen, insbesondere eines viel zu schnellen Herzschlages (Tachykardien, Vorhofflattern), wird in Deutschland in nahezu allen großen Kliniken durchgeführt. Besonders große Erfahrung hat hier Prof. Dr. med. Ulrich Gembruch von der Universitätsfrauenklinik Bonn.


Zur medikamentösen Behandlung eines viel zu langsamen fetalen Herzschlages (AV-Block-Grad III) bieten sich in Deutschland auf fetale Herzprobleme besonders spezialisierte Zentren, wie z.B. das DZFT oder die Universitätsfrauenklinik Bonn an.


Die Behandlung unterentwickelter Herz & große-Gefäße-Strukturen durch Gabe von Sauerstoff an die Schwangere wird in Deutschland überwiegend von Prof. Kohl am DZFT durchgeführt. Infotelefon 0175-597-1213